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Telefonisch ab 13.01.2020
Mo – Fr 09:00 bis 17:00
0316 / 670 550

Reservierte Karten und Festivalpässe müssen innerhalb einer Woche in der spleen*festivalzentrale im tib (Elisabethinergasse 27a, 8020 Graz) zu den Öffnungszeiten abgeholt werden.

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spleen*graz 2020

Presse .

8. Internationales Theaterfestival für junges Publikum

spleen*graz – ein voller Erfolg!

Das Team von spleen*graz blickt auf ein erfolgreiches Festival zurück: sechs Tage, prall gefüllt mit Theater für junges Publikum! Die insgesamt 81 Vorstellungen wurden von 4300 Zuschauer*innen bei einer Gesamtauslastung von ca. 90 % besucht!

Das Festival im Überblick

Herzliche Einladung zu spleen*graz 2020!

Von 7. bis 12. Februar 2020 spleent es wieder – beim 8. internationalen Theaterfestival für junges Publikum spleen*graz steht Graz für 6 Tage sicht- und erlebbar im Zeichen zeitgenössischer Theaterkunst für junges Publikum!

Was?
spleen*graz – 8. internationales Festival für junges Publikum

Wann?
7. bis 12. Februar 2020

Wo?
Schauspielhaus Graz – HAUS ZWEI, Kristallwerk, TaO! – Theater am Ortweinplatz, TaL – Theater am Lend, KULTUM – ImCubus, FRida & freD – Knopftheater, Kunsthaus Graz – Space 04 spleen*bar im Scherbenkeller sowie an weiteren Orten in der Stadt

Programm in Zahlen
für Kinder ab 2 Jahren, Jugendliche und Erwachsene
16 Produktionen, 6 Crossover-Projekte bei spleen*trieb, über 80 Vorstellungen, 4 Partys mit Live-Musik, 2 Dialoge, 16 Workshops mit spleen*peers, 1 Diary Slam
12 Gruppen aus Belgien, Dänemark, Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz, Slowenien und Österreich, eine Koproduktion von sieben europäischen Theatern
die erste spleen*graz-Eigenproduktion „8 Fenster“

spleen*trieb
spleen*trieb ist das Festival im Festival! Im Rahmen dieser Nachwuchsschiene werden 6 Crossover-Kunstprojekte von und mit Grazer Jugendlichen und jungen Künstler*innen entwickelt und erstmals vor Publikum präsentiert.

spleen*tandem
spleen*tandem ist zurück! Gegensatz-Paare besuchen an einem spleen-Tag alle Veranstaltungen und ihre Erlebnisse werden in der Festivalzeitung spleen*print dokumentiert.

spleen*schule
Unser theaterpädagogisches Vermittlungsprogramm findet nicht nur das richtige Stück für die richtige Altersstufe; bei spleen*peers halten Jugendliche, die schon mehrere Jahre selbst Theater spielen, Workshops für Schüler*innen und bei spleen*kritik schlüpfen Schüler*innen in die Rolle von Theaterkritiker*innen.

Das Hauptprogramm im Festival

Von 7. bis 12. Februar 2020 steht Graz beim internationalen Theaterfestival für junges Publikum spleen*graz ganz im Zeichen der Theaterkunst: 6 Tage spannendes Programm mit herausragenden internationalen Produktionen, die sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene richten.

12 Theatergruppen aus 7 Ländern bespielen heuer 8 Spielorte in Graz.

Die Themen der spleen*Produktionen sprechen dabei Erwachsene wie Kinder und Jugendliche gleichermaßen an: Wie wird unsere Zukunft aussehen? Wie fühlen sich Liebe und verliebt sein an? Was bedeutet Mitgefühl? Wann bin ich eigentlich erwachsen? Was kann ich gegen Ressentiments tun? Und vieles mehr!

Erstmals verwirklicht spleen*graz eine Eigenproduktion im Rahmen von Graz Kulturjahr 2020: „8 Fenster“ ist ein lustvolles Vexierspiel, in dem die Zuschauer*innen zu Voyeur*innen werden und von der Straße aus die Schauspieler*innen in einer Wohnung beobachten. Doch dann kommt die Überraschung und plötzlich ist alles anders …

Bei „Wind“ können sich die Kleinsten auf eine poetische Reise vom lauen Lüftchen bis zum Sturm begeben. Vom Verwandeln, vom Werden und Vergehen erzählen das Bewegungstheater „Pip.“ mit Emmy Steiner und das Figurentheater „Eins Zwei Drei Vorbei“, das nur mit einem Klumpen Knete durch vier Jahreszeiten führt.

„Deep“ lädt zu einer spektakulären Wahrnehmungsveränderung, in der Dinge nach oben fallen und nach unten steigen. Ähnlich präsentiert sich „(…..)“ von Theater Artemis, wobei der Titel nur soviel verrät, dass der Inhalt dem Stück selbst „komplett powidl“ ist. Den Krieg aus der Sicht eines Kindes erlebt man bei „Somewhere Else“ und „Oorlog | Krieg“ ist eine Slapstick-Show über dessen Unbegreiflichkeit.

Lustig-mitfühlend präsentieren die beiden Stücke vom Ensemble Materialtheater: „Wuff – Wer rettet die Welt“, eine Clownerie über und mit streunenden Hunden, und eine Interpretation des Klassikers „Don Quijote“.

Für „I Will Be Everything“ haben sich sieben Theater zusammengetan und Geschichten von über 3.000 Kindern über die Welt von morgen gesammelt. Eine musikalische Absage an die Wegwerfgesellschaft präsentiert „Multiverse“ von Louis Vanhaverbeke/Kunstzentrum CAMPO.

Sprichwörtlich „Liebe üben“ kann das Publikum in der Produktion von Theater Sgaramusch. „Die Zertrennlichen“ vom Vorarlberger Landestheater thematisiert die Liebe zweier Kinder, die von den Eltern verboten wird.

Auch auf das Thema „Erwachsen werden“ gehen zwei Produktionen ein: „Role Model“, eine Tanzperformance über Vorbilder von Nicole Beutler/Produktionshaus DOX, und „The Only Way Is UP“, eine Konzert-Performance über vier Charaktere und ihre Schlüsselmomente im Leben.

Bei unserer Nachwuchsschiene spleen*trieb schwärmen junge Grazer Künstler*innen aus und verwandeln den Stadtrand zu ihrer eigenen Welt, zu einem Festival im Festival. Die sechs Teams stellen in „Nomadenherz“ die Frage nach Heimat, zeigen die unterschiedlichen Formen von „Warten“, suchen nach den bizarren Gebilden „Sternschnuppen und Kometen“, laden zu einer „Safari“ durch den Bezirk St. Peter, klären im „Linkswalzertraining“ über Benimmregel auf und stellen generationsübergreifende Fragen in „Du bist ich alt“.

Neben dem Hauptprogramm sind unsere Nightline in der spleen*bar scherbenkeller, die Dialoge sowie unser Kulturvermittlungsprogramm wichtige Bestandteile von spleen*graz.

Interview mit Hanni Westphal
und Manfred Weissensteiner

Die 8. Ausgabe des Festivals spleen*graz steht vor der Tür und hält einige Neuerungen bereit. 2020 gibt es u. a. zum ersten Mal eine Eigenproduktion von spleen*graz im Rahmen von Graz Kulturjahr 2020: „8 Fenster“. Manfred Weissensteiner und Hanni Westphal sprechen über die Schwerpunkte 2020, von internationalen Gastspielen und warum spleen*graz ein Festival für alle ist.

Worauf darf sich das Publikum freuen?
Manfred:
Es wird auch in der nächsten Ausgabe des Festivals internationale Theaterkunst geben, bei der wir auf zeitgenössische und aktuelle Trends Wert legen und die einen hohen Unterhaltungs- und Schauwert hat.

Hanni: Mir ist vor allem wichtig, dass Kinder und Jugendliche ernst genommen werden: Lasst uns miteinander sprechen und Themen verhandeln, die uns allen, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen wichtig sind.

Welche Schwerpunkte wird es geben?
Manfred:
Ein Schwerpunkt wird sein, die Welt in einer besonderen Wahrnehmung zu erleben. Also: Glaube nicht alles, was du siehst. Sein und Schein verschwimmen.

Hanni: Ein Beispiel dafür ist „Deep“ von volDAAN, in der scheinbar die Schwerkraft außer Kraft gesetzt wird: Dinge fallen nach oben und steigen nach unten! Das Theater Artemis, eines der wegweisenden niederländischen Theatergruppen stellt mit ihrem Stück „(…..)“ auf sehr skurrile und humorvolle Weise das „wahre“ Leben in Frage.

Manfred: Ein zweites Thema wird „Zukunft“ sein. Dazu zeigen wir das EU-Projekt „I Will Be Everything“. In sieben Ländern haben sieben Kooperationspartner*innen Kinder nach ihren Zukunftsvisionen gefragt. Die Bilder, Texte und Ergebnisse von diesen Befragungen zeigen wir in einer Ausstellung und in einem Theaterstück.

Hanni: Das Stück „Liebe üben“ ist ein gutes Beispiel, wie wir miteinander reden und uns austauschen können zu einem Thema, das uns alle berührt. Zwei erwachsene Menschen erzählen sehr authentisch von sich und ihrer Liebe. Der Hauptdarsteller ist mit einem Mann verheiratet, die Hauptdarstellerin übt immer noch das Lieben. Und irgendwann kommt die Frage: „Willst du mit mir lieben üben?“ – und das tun sie dann auch. Warst du schon einmal verliebt? Was tust du, wenn jemand zu dir sagt, sie oder er ist in dich verliebt, aber du bist nicht verliebt?

Manfred: Theater für Kinder und Jugendliche hat an sich viel mit Ausprobieren zu tun, in einer besonders spielerischen Form. Das Leben üben sozusagen, alles, was im Leben vorkommt, spielerisch ausprobieren, durcherleben, ohne die Gefahr, dass es reale Konsequenzen hat.

Das Festival deckt eine große Bandbreite von Kinder- und Jugendtheater ab – wie zeigt sich diese?
Manfred:
Die Stücke sind ja schon allein durch die Altersgruppen, für die sie konzipiert wurden, sehr unterschiedlich. Kunst für junges Publikum eröffnet einen Blickwinkel, der für alle, ob groß oder klein, erkenntnisreich sein kann und uns manchmal auch zum Staunen bringt. Es geht uns nicht darum, Probleme zu wälzen. spleen will berühren, betreffen – und darf dabei Themen auch mal kritisch verhandeln. In „Somewhere Else“ geht es zum Beispiel um den Krieg aus der Sicht eines Kindes …

Hanni: Außerdem vermischen sich viele Genres in der Zusammenarbeit von Künstler*innen bei spleen: Tanz, Puppen, Objekte, Musiktheater, verschiedene Sprachen, Performance, Video … da gibt es keine Grenzen!

Was ist, im Vergleich zu den vergangenen Festivals, 2020 ganz neu?
Hanni:
Der scherbenkeller wird heuer unsere spleen*bar mit vielen musikalischen Veranstaltungen und Partys sein. Es wird auch erstmals ein Stück geben, das spleen selbst produziert, ein Graz-Kulturjahr-2020-Projekt mit dem Titel „8 Fenster“.

Manfred: Im Stück werden acht Fenster bespielt, die das Publikum voyeuristisch von draußen betrachtet. Das Publikum kann Bezüge zwischen den Bewohner*innen herstellen, kleine Geschichten erkennen, private Geheimnisse belauschen. Und am Ende gibt’s eine Überraschung, die wir hier nicht verraten und die doch alles infrage stellt. Auch neu ist heuer das Vermittlungsprogramm, das von spleen*peers durchgeführt wird. Die Idee ist einfach: Theaterbegeisterte Jugendliche sollen gleichaltrige Schüler*innen auf ihre Art auf den Theaterbesuch vorbereiten, ihnen die Theaterstücke nahebringen, sie infizieren.

spleen*trieb, spleen*schule und spleen*tandem werden auch fortgesetzt, richtig?
Manfred:
Genau. Dabei laden wir Leute ein, sich ein „Gegenteil“ zu suchen und mit ihm bzw. ihr dann einen spleen*tag zu genießen. Also zum Beispiel alt und jung, hetero- und homosexuell, kulturaffin und kulturfremd … Das Ziel ist, Leute zusammenzuspannen, die im Alltag wahrscheinlich nicht viel miteinander zu tun hätten und sie über den Theaterbesuch zum Gespräch anzuregen. Natürlich wird es für unser Fachpublikum auch wieder Diskussionen und Dialoge geben, um Graz und die österreichische Szene mit den internationalen Gästen zu vernetzen. Besonders spannend verspricht spleen*trieb zu werden, unsere Nachwuchsschiene. Die jungen Künstler*innen schwärmen aus und begeben sich mit ihren sechs Projekten an die Ränder der Stadt. spleen*schule, unser theaterpädagogisches Vermittlungsprogramm, werden wir auch fortführen.

spleen*graz gibt es nun schon seit 2006 – was war eure ursprüngliche Intention, dieses Festival zu gründen?
Hanni:
Wir sind beide künstlerisch tätig – schon viel länger als seit 2006 – und dadurch auf internationalen Festivals unterwegs und holen uns hier immer wieder Inputs für unsere eigene Arbeit. Wir haben oft darüber gesprochen, dass es so toll wäre, ein Festival in Graz zu haben, bei dem wir in einer Woche viele herausragende internationale Produktionen für ein junges Publikum zeigen können, wo Dialoge und Austausch stattfindet und auch junge Nachwuchskünstler*innen sich präsentieren können. Ich denke, diese Idee ist aufgegangen. Spleen hat einen besonderen Charme, wir werden immer noch als Geheimtipp gehandelt und das mit fast ausverkauften Vorstellungen.

Was sind die Herausforderungen bei der Programmierung des Festivals?
Hanni:
Wir müssen im technischen Bereich sehr organisiert sein. Wir arbeiten mit vielen Grazer Spielstätten zusammen, die sehr unterschiedliche Bühnengrößen und technische Voraussetzungen bieten. Doch dank unseres großartigen technischen Leiters wird vieles möglich. Überhaupt lebt das ganze Festival vom Zusammenspiel des Teams – unser Dank gilt hier allen Beteiligten und natürlich den Künstler*innen, die für die Zeit des Festivals zu Gast in der Steiermark sind!

Manfred:
Natürlich ist es auch schwierig, ein 12- bis 15-jähriges Publikum zu begeistern. Theater ist für Jugendliche nicht das erste Medium, da sind wir immer wieder gefordert, Themen zu finden, die über einen Theaterbesuch im Rahmen des Unterrichts hinausgehen. Wir müssen sie immer ein bisschen reinlocken. Außerdem die Balance zwischen gefälligen und experimentellen Stücken zu finden, ist manchmal herausfordernd – bei spleen muss beides Platz haben.

Was war euer persönliches Highlight in eurer spleen-Zeit?
Manfred:
Ich erinnere mich an die „Konferenz der wesentlichen Dinge“ von Pulk Fiktion. Da saßen sich wildfremde Menschen an einem großen Tisch gegenüber, alte und junge, aus der Stadt und vom Land, und diskutierten zwei Stunden über familiäre Angelegenheiten und es war ganz natürlich und nicht unangenehm. Die Regisseurin ist übrigens heuer mit der Produktion „Liebe üben“ wieder zu Gast.

Hanni: Die Gruppe NIE hat 2006 das allererste spleen*graz im Next Liberty eröffnet. Sie erzählte auf unglaublich einfache Weise und in verschiedenen Sprachen europäische Geschichten, sehr tiefgründig und gleichzeitig humorvoll – du lachst und weinst zugleich. Wenn einem das im Theater gelingt, dann ist das große Kunst! Der künstlerische Leiter von NIE Alex Byrne ist übrigens der Regisseur von „I Will Be Everything“ und er wird heuer auch einen Workshop bei spleen machen.

Danke für das Gespräch!

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